Allgemein · Rezensionen

Rezension: Impure von Jeanne Winter

 Buch

Titel: Impure
Autorin: Jeanne Winter
Verlag: Independently Published
Seitenzahl: 406 Seiten
Erscheinungsjahr: 2017

Anfang

Avery schloss die Augen und fuhr mit den Fingerspitzen über sanft über die weißen Tasten, bevor sie eine einzelne Note anstimmte und dem verhallenden Klang aufmerksam lauschte. 

 

Inhalt

Avery ist seit ihrer Kindheit blind und lebt bei ihren Großeltern. Ihre große Leidenschaft ist das Klavierspielen, da sie mit ihren Liedern ihren Gefühlen Ausdruck verleihen und Geschichten erzählen kann. Doch ausgerechnet den Dämon Seth lockt sie mit ihrer bezaubernden Musik an. Anfangs möchte er nur ihre reine Seele besitzen, doch schon bald hadert er mit sich selbst und seinen Gefühlen für das junge Mädchen.

Meine Meinung

Der Schreibstiel ist einfach und flüssig zu lesen.
Am besten gefiel mir der Konflikt zwischen Gut und Böse. Sind Engel immer gut und Dämonen immer böse? Kann man die Welt in schwarz und weiß, gut und böse einteilen? Laut diesem Buch nicht. Der Engel Auriel möchte Avery vor Seth beschützen und belügt und manipuliert die Menschen. Seth, der Dämon, hat sich in Avery verliebt und will sie ebenfalls beschützen und für sich haben. Er kämpft regelrecht um sie, obwohl einige dagegen sind. Also wer ist nun der Gute und wer der Böse? Die Geschichte regt zum Denken an und lässt die Welt als das erkennen, was sie auch ist: grau. Ja, wie ist grau und hat unterschiedliche Abstufungen. Hellgrau, dunkelgrau, weiß mit schwarzen Punkten oder schwarz mit weißen Flecken. Niemand ist nur böse oder nur gut.
Avery ist eine freundliche, liebe aber auch naive junge Frau, die sofort jedem vertraut und jeden in ihr Herz lässt. Sie liebt ihre Großelter, die sich liebevoll um sie kümmern, und ihren Blindenhund Melody. Ihr ganzes Leben spielt sich nur in einer begrenzten Umgebung mit begrenzten Aktivitäten ab. Arbeiten geht sie nicht, aber das Klavierspielen nimmt einen Großteil ihrer Freizeit ein. Einmal in der Woche trifft sie sich mit ihrem ehemaligen Musiklehrer Steve, der ihr ein guter Freund ist. Jedoch ist Avery nicht ganz blind, sondern kann Schatten und Licht wahrnehmen. Beispielsweise sieht sie Seth als schwarzen Schatten, Auriel hingegen als leuchtend weißen. Lange Zeit weiß sie nicht, wieso die Farben so unterschiedlich sind. Erst am Ende des Buches erfährt sie den genauen Grund.
Die Autorin schaffte er hervorragend, die Situation und den Alltag eines blinden Menschen genauestens zu beschreiben. Ich konnte mich toll hineinleben und mitfühlen.

Seth ist ein alter und erfahrener Dämon, der eigentlich nur mit dem jungen Mädchen spielen wollte. Doch er verliebt sich in sie und steht in einem Konflikt mit sich selbst. Sein böses Ich möchte die reine Seele von Avery verderben, sein gutes Ich hingegen möchte ihr Freund sein und sie beschützen. Immer wieder merkt man diesen Zwiespalt und seinen inneren Kampf.
Der Engel Auriel kam mir die ganze Zeit über sehr komisch vor. Er ist nur eine Nebenfigur, die Seth gegenüber überheblich und wütend war und zu Avery freundlich aber distanziert. Mir kam dieser Engel eher gefühlskalt und emotionslos vor, so als ob er keine Gefühle empfinden könnte.
Lediglich der Schluss des Buches gefiel mir überhaupt nicht. Inhaltlich hätte man noch so viel herausholen können, aber anscheinend wollte die Autorin es schnell hinter sich bringen. Die Spannung reist einfach so ab, man wird mit den Ereignissen erst erschlagen und dann hängen gelassen. Im Epilog erfährt man noch kurz, wie es nach fünf Jahren aussieht. Fertig. Aber was ist mit Seth passiert? Wann und warum starben die Großeltern – Hatte ein Dämon damit zu tun? Wie hat Avery die fünf Jahre verbracht? Hat sie den Verlust von Seth, Auriel und ihren Großeltern komplett überwunden? Am Ende bleiben nur viele offene Fragen über…

 

Fazit

Ein schönes und angenehm zu lesendes Buch für zwischendurch! Tolle und spannende Szenen, doch das Ende war mir einfach zu schnell.

Ich gebe dem Buch vier Sterne.
4 Sterne

eure

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