Allgemein · Rezensionen

Rezension: Der Prinz der Elfen von Holly Black

Buch

Titel: Der Prinz der Elfen
Autorin: Holly Black
Verlag: Cbt
Erscheinungsjahr: 2017
Seitenzahl: 416 Seiten

 

Anfang

Am Ende eines Waldweges, hinter einem Bach und einem ausgehöhlten Baumstamm mit Asseln und Termiten, stand auf dem Erdboden ein Sarg aus Glas.

 

Inhalt

Die Geschwister Hazel und Ben leben in dem Ort Fairfold, der an das magische Elfenreich grenzt. Seit Jahrzehnten steht dort, mitten im Wald von Fairfold, ein gläserner Sarg, in dem ein Elfenprinz schläft – von Touristen begafft und von der Bevölkerung argwöhnisch beäugt, auch wenn Hazel und Ben die alten Geschichten nicht glauben. Seit Kindertagen fühlen sie sich zu dem schlafenden Jungen magisch hingezogen, ihm vertrauen sie alle ihre Geheimnisse an. Inzwischen ist Hazel 16 und küsst immer neue Jungs, um die Leere in ihrem Herzen zu füllen. Doch als eines Tages der Sarg leer ist und der Prinz erwacht, werden die Geschwister in einen Machtkampf der Elfen gezogen. Hazel muss die Rolle annehmen, in die sie sich als Kind immer geträumt hat: als Ritter gegen ein dunkles Monster kämpfen …Quelle: Amazon

 

Meine Meinung

Auf Facebook und auf Instagram habe ich oft von diesem Buch gehört und es stand auch sehr lange auf meiner Wunschliste. Nun endlich habe ich es auch gelesen 🙂

Das Cover finde ich ganz schön. Es wirkt geheimnisvoll und verspricht Geheimnisse zu offenbaren.

Anfangs konnte ich mich mit der Protagonistin Hazel nicht identifizieren und ich brauchte etwas, um in die Geschichte eintauchen zu können. Ich verstand ihr Verhalten und ihre Gedanken oft nicht. Wieso küsst sie jeden Jungen? Und wieso lügt sie so viel? Vor allem: Wieso lügt sie ihren Bruder so oft an? Mit dieser Einstellung und ihrem Verhalten konnte ich mich einfach nicht anfreunden. Doch als ich weiterlas und immer mehr über ihre Vergangenheit erfuhr, verstand ich sie immer besser. Trotzdem konnte ich sie nicht ganz in mein Herz schließen und sie blieb mir bis zum Schluss in gewisser Weise unsympathisch. Hazel ist eine mutige und witzige junge Frau, die leider auch sehr viele Geheimnisse hat. Ihr fand die Idee mit der geheimnisvollen Seite an ihr einfach toll. Hier möchte ich nicht zu viel spoilern, da ich dies als ein besonders schönes und interessantes Geheimnis empfand.

Ihren Bruder Ben mochte ich sofort. Ich finde es toll, dass in dem Buch auch das Thema Homosexualität aufgenommen wird. Benjamin ist ein etwas schüchterner und zurückhaltender, aber freundlicher, hilfsbereiter und charmanter Charakter. Ich hatte oft richtiges Mitleid mit ihm, weil Hazel und auch die anderen Menschen ihn nicht immer verstanden. Das Thema Musik ist in seinem Leben sehr wichtig, aber auch sehr gefährlich.

Mein Lieblingscharakter in dem Buch war trotzdem Jack. Der mysteriöse Typ, der immer nett und freundlich zu sein scheint, aber sehr viele Geheimnisse zu verbergen hat. Ich habe mich am Ende der Geschichte so sehr für ihn gefreut. Es geht gut für ihn aus und das zauberte mir ein Lächeln ins Gesicht.

Lediglich der Prinz der Elfen kam meiner Meinung nach zu kurz. Der Buchtitel handelt von ihm und ich dachte, dass es in der Geschichte auch mehr um ihn geht. Leider ist er nur ein Nebencharakter, der zwar immer wieder erwähnt wird, aber für mich einfach zu kurz kam. Vor allem seine Beweggründe hätten mich mehr interessiert. Beispielsweise küsst er einfach Menschen und es wird das WARUM nicht erklärt.

Merkwürdig fand ich auch das Verhalten der Eltern von Hazel und Ben. Wieso lassen sie ihre beiden Kinder den ganzen Tag alleine im Wald herumrennen? Wieso kümmern sie sich nicht um ihre Kinder? Zwei junge Menschen laufen im Wald herum und töten Ungeheuer, Hexen und Elfen.

Die Geschichte ist generell sehr skurril und teilweise auch etwas unlogisch. Es geschehen immer wieder schreckliche Dinge in dem Ort. Touristen verschwinden oder werden ermordet und niemand tut etwas dagegen. Selbst die meisten Einwohner glauben nicht an die Wesen, obwohl sie sich mehr als deutlich zu sehen geben.

 

Fazit

Es ist eine wirklich schöne Geschichte, bei der es jedoch an manchen Stellen zu schnell ging bzw. mehr Wörter nicht geschadet hätten. Trotzdem ist es ein tolles und spannendes Buch.

 

Ich gebe dem Buch vier Sterne.

4 Sterne

eure

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