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Rezension: 17 – Das erste Buch der Erinnerung von Rose Snow

Buch

Titel: 17 – Das erste Buch der Erinnerung
Band: 1
Autorin: Rose Snow
Verlag: Selfpublishing
Erstveröffentlichung: 2016
Seitenzahl: 279 Seiten

 

Anfang

Seit meinem siebten Lebensjahr ist mein Vater mit mir auf der Flucht. Wir hetzen von Stadt zu Stadt, von Schule zu Schule, von Wohnsitz zu Wohnsitz. Sein Job verlangt das so, behauptet er, aber wir wissen beide, dass er lügt.

 

Inhalt

Nachdem ihre Mutter starb, als Jo sieben Jahre alt war, reiste ihr Vater mit ihr durch halb Europa. Sie blieben nirgends länger als ein halbes Jahr. Als wären sie auf der Flucht. Doch plötzlich meint ihr Vater, dass sie im nasskalten Hamburg sesshaft werden sollen. Außerdem hat er noch weitere Überraschungen für sie.

In der Schule lernt Jo zwei komplett konträre Jungen kennen. Adrian ist ein geheimnisvoller, verschlossener und irgendwie verwirrender Charakter, Louis hingegen ist freundlich und zeigt ihr sein Interesse öffentlich. Doch beide scheinen ein großes Geheimnis zu teilen. Als wäre das nicht genug Chaos in ihrem Leben, erkennt Jo, dass sie eine besondere Gabe besitzt.

 

Meine Meinung

Das Cover gefällt mir sehr gut und ich finde es auch passend für den Inhalt des Buches. Der Schreibstiel ist einfach und flüssig zu lesen.

Jo tat mir irgendwie richtig leid. Sie konnte nirgends lange bleiben und hat deshalb auch keine richtigen Freundinnen. Mit zwei Mädchen aus Wien hat sie zwar noch ein wenig Kontakt, aber ich denke, dass auch dies nicht von Dauer ist. Zum Glück findet sie auch in der neuen Schule schnell Anschluss.
Ich mochte sie auf Anhieb, da sie eine sehr interessante und starke junge Frau ist. Ihr Selbstbewusstsein und ihren Mut bewundere ich sehr, da sie selbst Fremden immer sofort helfen würde.

Adrian ist ein sehr geheimnisvoller, verschlossener und verwirrender Charakter. Was genau er will oder was er oft meint, wird nicht wirklich klar. Oftmals sendet er widersprüchliche Signale aus. Einmal ist er nett und freundlich zu Jo, dann ignoriert er sie wochenlang. Plötzlich fängt er einen Streit mit Louis an und dann erscheint er vor ihrer Tür und entschuldigt sich. Doch niemals gibt er ihr Antworten oder eine Erklärung. Sobald sie ihn etwas fragt und er keine Antwort geben will/kann, dreht er sich einfach um und geht.

Louis ist da ganz anders. Er ist immer nett und freundlich ihr gegenüber. Er begleitet sie nach Hause, unterhält sich mit ihr und schenkt ihr sogar etwas Besonderes zum Geburtstag.

Doch beide haben ein Geheimnis und am Ende des Buches erfährt man etwas, das die Sicht auf die beiden Jungen erschüttert. Allein deswegen muss ich unbedingt auch den zweiten Teil lesen.

Von den anderen Charakteren erfährt man auch einiges. Interessant und witzig finde ich auch Conny mit ihrem Modebewusstsein und ihrer Karotte. Bei Finn hingegen bin ich mir sehr unsicher. Manchmal ist er sehr arrogant und gemein zu Jo. Auch seine Liebe zu seinem Handy ist für mich sehr nervig und typisch heutige Jugend. Andererseits kann er auch nett sein, auch zu Jo.

Besonders gefallen hat mir Jos Gabe. Das Feld und die Gräser, die die Erinnerungen symbolisieren, finde ich wirklich beeindruckend und spannend. Ich bin schon gespannt, was man in den nächsten Teilen darüber erfährt.

 

Fazit

Die Autorin kann Spannung erzeugen und es gibt keine langweiligen Stellen. Die Geschichte gefällt mir sehr gut und ich kann sie nur weiterempfehlen.

 

Ich gebe dem Buch vier Sterne.

4 Sterne

eure

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