Allgemein · Rezensionen

Rezension: Alles, was wir verloren haben von Valerie Geary (Abgebrochen)

Buch

Titel: Alles, was wir verloren haben
Autorin: Valerie Geary
Verlag: HarperCollins
Ersterscheinung: 1. Oktober 2018
Seitenzahl: 448 Seiten

 

Anfang

Lucy Duran stand auf dem Haus ihres Vaters, mit den Fußspitzen an der Dachkante, und blickte in einen schwarzen Abgrund hinunter. Es war fast Mitternacht, der Himmel mondlos.

 

Inhalt

Lucy Durant war erst vierzehn Jahre alt, als sie ihren älteren Bruder Nolan verlor. Zuerst an seine paranoiden Wahnvorstellungen, als er zunehmend von UFOs und Verschwörungstheorien besessen war. Dann, als er spurlos verschwand.
Zehn Jahre später kämpft Lucy immer noch mit dem Verlust. Sie fühlt sich wie in einer Warteschleife gefangen und tut, was sie kann, um nicht an Nolan zu denken. Aber als eine Reihe mysteriöser Ereignisse Lucy in ihre Heimatstadt Bishop zurückführen, ist sie gezwungen, sich mit den verworrenen Erinnerungen ihrer Vergangenheit auseinanderzusetzen, um endlich herauszufinden, was wirklich mit ihrem Bruder passiert ist.

Quelle: Amazon

 

Meine Meinung

Normalerweise lese ich ein Buch immer zu Ende. Ich bin der Meinung, jeder Autor hat das Recht, dass sein Buch bis zum letzten Wort gelesen wird. Ich gebe den Büchern eigentlich immer die Chance, doch noch eine tolle Geschichte zu enthalten.

Doch bei diesem Buch habe ich es einfach nicht geschafft. Ich musste bei 25 % einfach aufhören. Es war von Anfang an eine Qual überhaupt weiterzulesen, weil einfach nichts passiert und mich die Geschichte nicht fesseln konnte.

Nolan verschwand vor zehn Jahren. Lucy geht es noch immer schlecht, sie vermisst ihn und der Jahrestag seines Verschwindens ist der schlimmste des ganzen Jahres. Sie wird von Anrufen und E-Mails von diversen Journalisten bombardiert und möchte eigentlich nur ihre Ruhe haben. Durch ihren Vater führt sie ein gutes und luxuriöses Leben, doch sie tut nicht viel dafür. Sie kommt mir einfach nicht wie eine 24-jährige junge Frau vor, sondern wie eine Pubertierende. Das Mädchen braucht eindeutig Hilfe, die sie aber nicht bekommt. Das Verschwinden ihres Bruders konnte sie anscheinend nie überwinden und da hätten ihre Eltern einschreiten müssen. Mit Lucy hatte ich von Anfang an meine Probleme, da ich sie am liebsten geschüttelt oder an die Wand geworfen hätte. Nolan war mir eher noch sympathisch, wobei ich sein Verhalten auch nicht ganz nachvollziehen kann. Er wirkt oft sehr stur, dickköpfig und aufbrausend. 

Ich konnte mit keinem der beiden Geschwister eine richtige Bindung eingehen. Beide werden eher oberflächlich beschrieben und auch ihre Beziehung zueinander, ihr Verhalten und ihre Taten wirken auf mich nicht tiefgründig oder logisch.

Der Schreibstil hat mir auch nicht gefallen, weil die ganze Geschichte eher so dahinerzählt klingt und mir einfach die Emotionen und die Details fehlen. Schrecklich fand ich auch die immer wiederkehrenden Rückblenden. Sie wirken wie eingeschobene, sich wiederholende Absätze. Einige Sätze und Ansichten kommen immer wieder vor. Ich dachte mir des Öfteren: Ja, das weiß ich nun schon. Erzähl mir was Neues.

Ich bedanke mich trotzdem bei Netgalley.de für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

 

Fazit

Der Klappentext hat wirklich spannend geklungen, doch leider konnte mich die Geschichte und die Protagonisten überhaupt nicht überzeugen.

 

Ich gebe dem Buch einen Stern.

1 Sterne

eure

Name

Werbeanzeigen