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Rezension: Engel und Joe von Kai Hermann

Buch

Titel: Engel und Joe
Autor: Kai Hermann
Verlag: hautnah
Ersterscheinung: 2001
Seitenzahl: 238 Seiten

 

Anfang

Die verdammte Sonne abstellen. Noch mal einschlafen. Null Chance.

 

Inhalt

Die 15-jährige Joe hat die Nase voll vom Familienleben – von ihrer Mutter, die keine Ahnung hat, und von Mike, ihrem unsympathischen Möchtegern-Stiefvater. Sie packt ihre Sachen und haut ab. Auf dem Berliner Alex lernt sie den 17-jährigen Punk Zorro, genannt Engel, kennen. Zwischen beiden funkt es sofort. Zwar überredet Engel Joe, zurück nach Hause zu gehen, aber von nun an treffen sie sich regelmäßig. Doch ihre Beziehung ist eine emotionale Achterbahnfahrt: Engels Drogenproblem und Joes Schwierigkeiten mit ihrer Mutter, ihre Gefühle füreinander, die von unkontrollierbarer Intensität sind – all das führt immer wieder zu heftigen Auseinandersetzungen, die ihre Liebe in Gefahr bringen …

Quelle: Klappentext

 

Meine Meinung

Den Film kenne ich schon seit vielen Jahren und hab ihn auch schon ein paar Mal gesehen. Dementsprechend war ich auf das Buch gespannt, welches nun schon ziemlich lange auf meinem SUB verstaubte.

Gleich vorweg: Ich bin enttäuscht.

Zwar hat der Autor wichtige und für Jugendliche ernste Themen aufgegriffen, aber der Schreibstil war katastrophal. Die Charaktere sprechen in einem typischen und wirklich passenden Slang, der ideal für die Dialoge ist. Doch der Rest des Buches ist genauso. Der Erzähler schreibt in derselben primitiven Sprache. Nervig fand ich auch diese kurzen Ein- und Zweiwortsätze, die gefühlt 30 % des Buches ausmachen.

Ein weiterer Kritikpunkt sind die mir unbekannten Wörter, wie Stütze, Alex oder Container, die leider nicht erklärt werden. So musste ich mir oft selbst zusammenreimen, was nun gemeint sein könnte. Ich hab sogar nach einem Glossar gesucht, vergeblich.

Die Charaktere, Engel und Joe, wurden zwar gut beschrieben und man taucht immer wieder in die Gefühls- und Gedankenwelt der beiden ein, jedoch fehlt es mir an Tiefe. Fazit

Obeohl das Buch, anders als die tatsächliche Geschichte mehr oder weniger gut ausgeht, finde ich es gut, dass Themen wie Drogen, Alkohol, Sucht, das Leben auf der Straße, früher und ungeschützter Sex, schwanger werden und ein Kind bekommen behandelt werden.

 

Fazit

Grundsätzlich finde ich die Idee der Geschichte ganz gut, die Umsetzung lässt jedoch zu wünschen übrig. Als Schullektüre würde ich das Buch niemals verwenden.

 

Ich gebe dem Buch zwei Sterne.

2 Sterne

eure

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