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Rezension: Black Vision: Engel des Lichts von Sophia May

Buch

Titel: Black Vision: Engel des Lichts
Autor: Sophia May
Verlag: Kampenwand Verlag
Ersterscheinung: 25. Mai 2018
Seitenzahl: 264 Seiten

 

Anfang

„Es ist soweit!“, rufe ich durch unsere Wohnung. Mein erstes Kind wird in wenigen Stunden auf der Welt sein. Michael eilt mit einem besorgten, aber glücklichen Gesichtsausdruck auf mich zu.

 

Inhalt

Ein Kampf, der niemals endet.
Ein Mädchen, das das Schicksal der Menschheit in den Händen hält.

Ich tänzle um ihn herum und springe in die Luft, um den letzten Schlag auszuführen. Im Flug stelle ich mir eine Raubkatze, einen Leoparden, vor und wie er geschmeidig auf seinen vier Pfoten landet. Plötzlich zerreißt ein unglaublicher Schmerz meinen Körper…

Glory wusste schon immer, dass sie kein normales Mädchen ist. Als sie am Morgen bei ihrem täglichen Kampftraining erscheint, ahnt sie jedoch nicht, dass sie, Prinzessin Glorya von Helsting, Erzengel und Schützerin der Erde, noch lange nicht alle ihre Kräfte kennt. Es ist ihre Bestimmung, mit Hilfe von Visionen die Erde und dessen Bewohner zu beschützen. Jedoch ändert sich alles, als ihre Visionen nur noch schwarz werden und die abtrünnigen Engel aus der Hölle emporsteigen…

Quelle: Amazon

 

Meine Meinung

Das Cover ist sehr schön und passt gut zum Inhalt des Buches.
Die Idee der Geschichte ist sehr originell und habe ich so noch nicht gelesen. Auch ist die Geschichte spannend und wirklich interessant. Das war es jedoch schon an Positivem, das ich über die Geschichte sagen kann.

Der Schreibstil ist sehr einfach und leider nicht sehr abwechslungsreich gestaltet.
Ein großer Kritikpunkt sind die vielen Fehler. Das Buch strotzt nur so vor Grammatik- und Rechtschreibfehlern. Auch fehlen des öfteren Wörter oder es ist ein Wort zu viel. Das finde ich sehr schade, denn so wurde mein Lesefluss immer wieder unterbrochen.
Die Protagonistin Glory wurde mir von Seite zu Seite unsympathischer. Selten habe ich solche Probleme mit einem Charakter.

Da die Geschichte aus der Sicht von Glory in der Ich-Perspektive geschildert wird, erfährt der Leser all ihre Gedanken. Ja, sie ist ein Erzengel, ja, sie muss eine gute Kämpferin sein, wenn sie immer wieder die Erde beschützt und ja, sie ist anscheinend sehr hübsch. Aber sie ist auch sehr überheblich, eingebildet und arrogant. Sie fühlt sich allen überlegen, meint, sie ist die beste und schönste und jeder Junge liegt ihr zu Füßen. Das Problem bei der Geschichte ist, dass es auch wirklich so wirkt. Glory ist einfach perfekt. Sie kann alles, weiß alles und ist einer super toll und großartig. Alle lieben sie. Grundsätzlich mag ich Protagonisten, die auch ihre Ecken und Kanten haben. Die Schwächen haben und nicht immer so perfekt sind. Denn mal ehrlich, ist ein Engel, der auch ein Mädchen ist, wirklich immer perfekt?

Mit der Sprache hatte ich auch meine Probleme. Sie klingt eher nach einem Kind und nicht nach einem 16-jährigen Mädchen, geschweige denn nach einem Erzengel, der Beschützerin der Erde, die auch immer wieder gegen Böse kämpfen muss.

Auch fehlen mir die Emotionen. Bei einem Test-Kampf verwandelt sich Glory plötzlich in einen Leopard. Das ist selbst für einen Engel nicht normal. Doch alle, selbst ihre menschliche Familie und Freunde, sind davon nicht besonders überrascht. Sie finden es alle toll und wollen eine Vorführung. Niemand ist wirklich überrascht oder gar schockiert. Obwohl sie einen Mitschüler verletzt hat.

Auch finde ich es merkwürdig, wie sie mit diesem großen Geheimnis umgehen. Von anderen Geschichten kenne ich, dass die Charaktere alles tun, um ihr Geheimnis zu bewahren. Da kommen Ausreden, Zauber, um das Gedächtnis zu löschen, Entführungen oder sogar Mord. Aber in dieser Geschichte wird das ganz locker genommen und Glory erzählt es einfach weiter. Auch die Reaktionen der frisch Eingeweihten lässt zu wünschen übrig.

Ich bedanke mich beim Verlag und NetGalley.de für das Rezensionsexemplar.

 

Fazit

Die Idee der Geschichte gefällt mir sehr gut und ist auch sehr originell. Leider konnte mich der doch recht kindliche Schreibstil nicht ganz überzeugen. Die perfekte Protagonistin machte es mir auch nicht leicht, in die Geschichte hinein zu kommen. Immer wieder legte ich das Buch genervt beiseite.

 

Ich gebe dem Buch zwei Sterne.

2 Sterne

eure

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