Allgemein · Rezensionen

Rezension: Aschenkindel – Das wahre Märchen von Halo Summer

Buch

Titel: Aschenkindel – Das wahre Märchen
Autor: Halo Summer
Verlag: Drachenmond Verlag
Ersterscheinung: 3. Juli 2016
Seitenzahl: 262 Seiten

 

Anfang

Ich bin nicht lieb. Vielleicht hätte ich bescheidener und demütiger auftreten müssen, damit mir das Schicksal eine Fee zuteilt, die sich als Segen für mein ärmliches Leben erweist, aber nein, ich musste diese Niete ziehen und vermutlich habe ich es nicht besser verdient.

 

Inhalt

„Du bist schon ein komisches Mädchen“, sagt meine gute Fee. „Jedes andere Mädchen in deiner Situation wäre überglücklich, auf so einen Ball gehen zu dürfen. Noch dazu auf einen, bei dem es sich in einen Prinzen verlieben und damit seinem Elend entkommen könnte!“ Tja, wo sie recht hat, hat sie recht. Ich bin ein komisches Mädchen. Und ich habe fest vor, eins zu bleiben!

Claerie Farnflee wurde vom Schicksal nicht gerade verwöhnt. Erst starb ihr Vater, dann folgte der gesellschaftliche Absturz und seither wird ihr das mühselige Leben in Armut von einer bösen Stiefmutter und zwei garstigen Schwestern versüßt. Ist Claerie deswegen unglücklich? Nein – jedenfalls nicht unglücklich genug, um sich jedem dahergelaufenen Prinzen an den Hals zu werfen.

So denkt sie, doch an einem düsteren Gewittertag begegnet sie im Verbotenen Wald einem Fremden und das, was sie für unmöglich gehalten hat, passiert: Ihr Schicksal nimmt eine geradezu verstörende Wendung – selbst Prinzen und Bälle spielen darin keine unbedeutende Rolle mehr …

Quelle: Drachenmond Verlag

 

Meine Meinung

Das Cover ist einfach traumhaft schön. Als ich es sah wusste ich, dass ich das Buch unbedingt lesen möchte. Es sieht schon richtig verträumt und märchenhaft aus.

Normalerweise mag ich das Märchen von Aschenputtel sehr gerne. Doch in dieser Geschichte ist das Aschenkindel ganz anders als das bekannte Aschenputtel. Sie mault herum, ist oft pessimistisch und kann auch ganz schön frech sein. Ihre gute Fee hingegen wirkt meist unbeholfen und planlos, ist aber toll und will ihrer Schutzbefohlenen immer helfen. Ich mochte beide gerne, auch wenn mir Claerie, also Aschenkindel, manchmal auf die Nerven ging.

Die erste Hälfte des Buches ist wirklich spitze und man lernt alle kennen. Die Stiefmutter und deren beide Töchter sind schrecklich, genau so wie bei Aschenputtel. Doch in der zweiten Hälfte ändert sich einiges. Die böse Stiefmutter offenbart etwas Unvorhergesehene, das Claeries Welt auf den Kopf stellt. Hier fand ich das Geheimnis über ihre leibliche Mutter einfach zu viel und nicht passend. Andere Sachen fand ich jedoch sehr gut und zogen das Märchen direkt in die Realität. Es ist einfach nicht alles nur schwarz oder weiß, gut oder böse.

Ab der Hälfte nimmt die Geschichte auch rasant an Geschwindigkeit auf, sodass sie dem Ende entgegen rast. Der Schluss ist einfach zu schnell, sodass alles plötzlich und eher überstürzt wirkt.

Was mich jedoch besonders gestört hat war die Tatsache, dass alle Männer nur Aschenkindel begehren, nur noch Augen für sie haben, alle nur ihr nachlaufen. Es gibt zwar viele unverheiratete, junge Frauen, aber Aschenkindel übertrifft sie scheinbar alle. Obwohl die sich seit Jahren die Haare nicht mehr kämmt und ihre Kleidung dreckig, alt und zerrissen ist.

 

Fazit

Grundsätzlich liebe ich Märchenadaption und weiß, dass sie anders als die tatsächlichen Märchen sind. Aber hier wurde einfach zu viel dazugedichtet. Außerdem war das Ende zu schnell und zu perfekt.

 

Ich gebe dem Buch drei Sterne.

3 Sterne

eure

Name

 

 

Ein Kommentar zu „Rezension: Aschenkindel – Das wahre Märchen von Halo Summer

Kommentare sind geschlossen.