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Rezension: Rotten Roads: Zerbrechliche Fassade von Anke Kaminsky

Buch

Titel: Rotten Roads: Zerbrechliche Fassade
Autor: Anke Kaminsky
Verlag: Independently published
Ersterscheinung: 18. Jänner 2019
Seitenzahl: 294 Seiten

 

Anfang

Es war der 18. Tag. Seit 18 langen Tagen wartete sie auf die Rückkehr ihres Vaters. Wie jeden Abend stand Eyrn auf einem der Wachtürme, welche in die schützenden Mauern der Stadt integriert waren.

 

Inhalt

Die Strukturen der Neuzeit wurden durch regelmäßige Erdbeben zerstört. Nur noch Phoenix Grove, eine Stadt aus schwingungsfähigen Metall, erinnert an die alten Zeiten. Hinter den sicheren Mauern, verschwenden die zivilen Bürger keinen Gedanken an die Welt außerhalb. Erst als Eryn ihren verschollenen Vater in den Wäldern sucht, bekommt sie einen Einblick in die Gefahren, die dort lauern. Sie trifft auf Isko, der ihre Sicht auf Phoenix Grove für immer verändert.

Quelle: Amazon

 

Meine Meinung

Obwohlich mich das Cover nicht wirklich angesprochen hat, klang der Klappentext interessant und ich wollte das Buch lesen. Die Autorin hat eine furchtbare und katastrophale Welt erschaffen, in der die Menschen täglich um ihr Überleben kämpfen müssen. In gewisser Weise hat mich die grobe Story an eine sehr bekannte und beliebte Zombie-Serie erinnert. Aber es geht um etwas ganz anderes. Erdbeben, die in den letzten ca 140 Jahren die Erde immer wieder durchrütteln und alles zerstören. Eine Stadt aus schwingungsfähigem Material, eine junge Frau, die gemeinsam mit ihrem besten Freund ihren Vater sucht und sich in ein gefährliches Abenteuer stürzt und brutale, blutrünstige Gruppierungen, die im Nationalpark leben.

Eryn war mir sofort sympathisch. Auch wenn ich ihre Reaktion durchaus verstehen und nachvollziehen konnte, wirkte sie trotzdem manchmal naiv und zu freundlich. Sie stürzt sich von einer gefährlichen Situation in die nächste und ist fassungslos über die Brutalität des Lebens außerhalb der sicheren Stadt. Mack ist ein toller Freund und tut alles für Eryn. Aber auch er ist des öfteren überfordert und schockiert.

Die anderen Charaktere wie Dee, Fisko, Bryce Ramsi usw wurden toll beschrieben. Interessant fand ich vor allem die Hintergrundinformation und wie ihr Leben früher war. Denn Schicksalsschläge haben alle erlitten. So konnte ich auch die Entwicklungen der einzelnen Personen nachvollziehen.

Lediglich mit dem Schreibstil hatte ich anfangs meine Probleme. Durch den allwissenden Erzähler und den ständigen Wechsel der Personen wurde der Spannungsbogen manchmal gebremst, da man meist sofort alles erfuhr. Es kam zwar immer wieder zu überraschenden Wendungen, aber sie wurden immer sofort von allem Beteiligten erklärt. Außerdem hat die Autorin versucht Wortwiederholungen mit allen möglichen Beschreibungen zu vermeiden. Grundsätzlich finde ich das zwar echt toll, klingt nur manchmal etwas komisch. Beispielsweise würden oft die Haare bzw Haarfarven verwendet. Beispiele: Der Blonde, die Rothaarige, die Blondine, der Wuschelkopf,…

Ich bedanke mich bei der Autorin für das Rezensionsexemplar.

 

Fazit

Die Geschichte ist wirklich toll und vor allem die zweite Hälfte ist einfach fantastisch! Nur mit dem Schreibstil musste ich mich erst anfreunden.

 

Ich gebe dem Buch vier Sterne.

4 Sterne

eure

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